Allgemeiner Deutscher Fahrradclub Hildesheim e.V.

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Fahrradmesse Berichte

Berichte über die ADFC-Fahrradmessen

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Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 18.03.2012 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 19.03.2012, Bericht: Herr Wolters, Fotos: Herr Gossmann


Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 27.03.2011 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 28.03.2011, Bericht: Herr Norbert Mierzowsky, Fotos: Herr Chris Gossmann.


Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 07.03.2010 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 08.03.2010, Bericht: Herr Peter Hartmann, Fotos: Herr Andreas Hartmann.

Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 22.03.2009 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 23.03.2009, Bericht: Frau Bertelsmeier, Fotos: Herr Andreas Hartmann.

Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 30.03.2008 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 31.03.2008, Bericht und Fotos: Frau Senska


Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 15.04.2007 (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 16.04.2007, Bericht und Fotos: Frau Grote

Bericht der HAZ von der Fahrradmesse 19.03.2006
(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 20.03.2006, Bericht: Herr Wolters, Fotos: Herr Gossmann

Hildesheim als Rikscha-Stadt? 
Andrang bei der Fahrradmesse des ADFC / Dietmar Nitsche macht sich für Taxi-Idee stark

(cwo) Einfach losradeln und sich die laue Frühlingsluft um die Nase wehen lassen – diesem Traum haben rund 4000 wintergeplagte Radfahrfreunde am Sonntag Nahrung gegeben: bei der 18. Fahrradmesse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in der Andreaspassage.
Allein Hildesheims ADFC-Chef Dietmar Nitsche schien dem trüb-kalten Wetter gestern etwas abgewinnen zu können. „Beste Bedingungen, um sich in Ruhe über die neuesten Trends in Sachen Fahrradfahren zu informieren“, fand der Organisator der Messe. Und tatsächlich – der Besucherzuspruch schien zur Freude der Händler und Anbieter in der Passage im Vergleich zum Vorjahr noch zugenommen zu haben.
FaltradIm Vordergrund stand für die Experten gleich mehrfach die praktische Seite des Fahrrades als Fortbewegungs- und Transportmittel. Etwa beim Faltrad, das Andreas Neumann präsentierte – und mit gerade einmal vier Handgriffen in ein handliches, 13,5 Kilo leichtes Paket zusammenlegte.
FahrradOder beim voll gefederten Universal-Transporter, den Michael Paul zeigte. Das Rad ersetzt das Auto, kann vor dem Lenker und hinter dem Sattel bis zu zwei Kinder oder Lastkörbe befördern. Überrollbügel sorgen dabei für zusätzliche Sicherheit, wenn der Radler mal ins Kippen kommt.
Groß der Andrang auch bei den Ständen der Tourismus-Vertreter, die in diesem Jahr die Regionen Lausitz (mit dem Oder-Neisse-Radweg), Mittelweser und Hesel/Ostfriesland präsentierten. Neu der Streckenvorschlag, den das Hildesheimer ADFC-Mitglied Uwe Jenss auf einer Schautafel zeigte: der Börde-Radweg. Er soll von Hameln über Hildesheim nach Berlin führen.
Zum Armkraft-Testen lud der Verein Stolperstein ein. Ulf Sander stellte seinen Rollstuhl samt Handbike zur Verfügung – die Möglichkeit, selbst mal sitzend die Kurbeln kreisen zu lassen, nutzten vor allem Kinder und Jugendliche.
RikschaStets umlagert waren die beiden Rikschas, die Stephen Charles Edworthy aus Hannover mitgebracht hatte – darunter auch eine geschmückte Hochzeitsrikscha. Seit zehn Jahren kutschiert der Engländer inzwischen schon seine Kundschaft mit den Fahrradtaxis durch Hannover. Höchste Zeit für ein wenig Rikscha-Entwicklungshilfe für Hildesheim, da waren sich Edworthy und Nitsche einig.
„Wir sind eine kulturelle Großstadt der kurzen Wege und damit geradezu ideal für einen Rikscha-Service“, schwärmte der ADFC-Vorsitzende. Der Engländer bot prompt an, etwaigen Hildesheimer Interessenten mit seinem Wissen zur Seite zu stehen. An der Kunden-Nachfage mangelte es gestern nicht. Landkreis-Bewohner hätten ihn gefragt, ob man mit den Dingern auch durch die Feldmark fahren könne, sagte Edworthy. Seine Antwort: „Aber sicher.“




HAZ-Berichte zur ADFC-Fahrradmesse am 20. März 2005,
(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Hildesheim – Schalten wie von Geisterhand
17. Fahrradmesse des ADFC: Fachhändler stellen Trends und Neuheiten vor

(wü) Blauer Himmel und Sonnenschein - was hätte Radfahrern zum Frühlingsanfang Besseres passieren können? Doch statt hinaus ins Grüne zu radeln, pilgerten gestern rund 3000 „Pedalritter“ in die Andreaspassage. Ihr Ziel: die 17. Fahrradmesse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Ein Dutzend Aussteller zeigte die neuesten Trends rund ums Rad.
Fast so bequem wie auf der Fernsehcouch: Knut Hauptvogel dreht eine Proberunde mit dem Sesselrad Marke Gazelle. „Ein ganz heißes Gefährt“, lautet sein Urteil.„Das ist ja ein ganz heißes Gefährt“: Knut Hauptvogel ist völlig aus dem Häuschen. Dem Hildesheimer hat es ein Sesselrad der Marke Gazelle angetan. Das komfortable Zweirad mit tief liegendem Rahmen, hoch gezogenem Lenker, ausladendem Sattel und einer super Federung macht seinem Namen alle Ehre. Ein flotter Stadtflitzer, aber fast so bequem wie der Fernsehsessel im Wohnzimmer. 1099 Euro kostet das gute Stück. „Wer einmal darauf gesessen hat, will nicht mehr runter“, sagt Andreas Neumann vom Fahrradhändler Ritzel. „Smover“, das vollautomatische Fahrrad des Herstellers Shimano auf dem EMMEL Stand. Neuheiten gibt es zuhauf bei der Messe. Zum Beispiel den „Smover“, das vollautomatische Fahrrad des Herstellers Shimano. Ein Computer im Tachometer nimmt dem Radler eine Menge Arbeit ab - nur in die Pedale treten muss er noch. Wie von Geisterhand schaltet die Elektronik die acht Gänge hoch und runter, immer so, wie es gerade optimal ist.
Ob Schlaglöcher oder feinporiger Asphalt: Per Knopfdruck passt sich die Federung automatisch der Strecke an. Und selbst die Beleuchtung führt ein Eigenleben. Wird’s dunkel, lässt ein Sensor das Licht angehen. So viel Technik hat ihren Preis. Das pfiffige Rad, vorgestellt vom Zweiradhändler Emmel, ist für 1699 Euro zu haben.
Renate Beer hat sich in einen Einkaufswagen verguckt: „Der ist total praktisch.“ Das gute Stück lässt sich kinderleicht am Gepäckträger an- und abhängen.Auch viele andere Neuheiten machen das Radlerleben leichter. Renate Beer aus Hildesheim hat sich in einen Einkaufswagen auf zwei Rädern verguckt. Der ist ruckzuck an den Gepäckträger anzuhängen und ideal für Einkaufstouren. Einfach abkuppeln, den Trolley durch die Geschäfte oder über den Wochenmarkt ziehen, ankuppeln und ab nach Hause. Mit 130 Euro hält sich der Preis sogar in Grenzen.
Ziemlich praktisch ist die zusammenklappbare Luftpumpe „Quicker“. Zwei Handgriffe, und das 20 Zentimeter kleine Platzwunder entpuppt sich als mobile Luftfüllstation: mit Manometer, Schlauch und einem Adapter für alle gängigen Fahrradventile.
Gut 3000 Menschen bummeln im Laufe des Tages über die Messe. „Fahrrad fahren ist voll im Trend“, sagt Dietmar Nitsche, der Vorsitzende des ADFC. Der Verband setzt sich für ein gut ausgebautes Radwegenetz in Stadt und Landkreis ein. „Da hat sich vieles getan“, sagt er. Was noch besser werden könnte, will der ADFC gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Radwege der Stadtratsfraktionen sondieren. In den nächsten Wochen sollen alle Routen überprüft und Schwachstellen aufgedeckt werden. „Die wollen wir nach und nach beheben“, so Nitsche.

HAZ-Berichte zur ADFC-Fahrradmesse am 24. März 2005:

Hildesheim - Der Clou ist die elektronische Wegfahrsperre
Der schlichte Drahtesel war einmal: 17. Fahrradmesse des ADFC zeigt den neuesten Stand der Technik

Hildesheim (wü). Ein Fahrrad war früher eine simple Angelegenheit. Die gute alte Dreigangschaltung galt vor 30 Jahren als Luxus. Der Drahtesel bestand schlicht aus Rahmen, Rädern, Bremsen und Beleuchtung. Das Bild hat sich gewandelt. 18 Gänge sind an der Tagesordnung, Federung vorne und hinten fast selbstverständlich, Minicomputer übernehmen die Schaltung und knipsen sogar die Beleuchtung an.
Wegfahrsperre und Kardanwelle bei Fa. RITZELWas technisch so alles möglich ist, konnten die Besucher der Fahrradmesse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in der Andreaspassage bestaunen.
„Wo ist denn da die Kette?“, fragte sich manch einer, der vor dem silberfarbenen Alurad stand, das die Firma Ritzel anbot. Ganz einfach, es hat keine Kette. Denn angetrieben wird das Gefährt von einer Kardanwelle. Im Gegensatz zur Kette ist die völlig wartungsfrei. Regelmäßiges Ölen oder Einfetten entfällt.
Der Clou an dem Rad: Es hat eine elektronische Wegfahrsperre. Per Mini-Fernbedienung kann der Zweibeinständer blockiert werden. Er lässt sich dann nicht mehr einklappen. 698 Euro muss ein Kunde für das innovative Zweirad anlegen.
Wer kennt es nicht, das leidige Flicken eines Fahrradschlauches. Auch hier haben sich die Fahrradhersteller etwas Geniales einfallen lassen. Viele Räder sind mittlerweile mit pannensicheren Reifen ausgestattet. Die Hülle der so genannten Mäntel ist mit einem Gewebe aus Kevlar verstärkt. Der extrem widerstandsfähige Kunststoff verhindert, dass Glasscherben oder Nägel eindringen und dem Schlauch im Reifen die Luft ausgeht. Zu sehen und zu kaufen war auch jede Menge Fahrradzubehör, von der zusammenklappbaren Luftpumpe über robuste Stahlschlösser, Sättel für den sportlichen, aber auch den Freizeitradler, Kinderanhänger, Trinkflaschen oder Schutzhelme.
ADFC-Stand und Mittelweser-Touristik-Verband nebeneinander.Die Aussteller kamen nicht nur aus der Region Hildesheim. So warb der Mittelweser-Touristik-Verband für „einen der schönsten Radwanderwege Deutschlands“. Die Route führt durch mehrere Landkreise immer an der Weser entlang. Für den Hildesheimer ADFC-Vorsitzenden Dietmar Nitsche war das eine gute Gelegenheit, sich ein paar Anregungen für den Ausbau von Radwanderwegen im hiesigen Bereich zu holen. „Es ist immer gut zu schauen, wie es andere machen“, sagt er.
Der ADFC stellte seine aktuelle Broschüre „Radfahren in Hildesheim“ vor. In dieser Saison bietet der Verband zehn geführte Radwandertouren zwischen 20 und 55 Kilometer Länge an.
Zudem sind neun Feierabendtouren im Programm. Die starten jeweils gegen 19 Uhr, sind etwa 20 Kilometer lang und enden mit einem gemütlichen Abschluss.
Herr Benhöfer und Herr Nitsche von der Arbeitsgruppe "Radwege" (von Links)„Für Radfahrer hat sich in Stadt und Landkreis schon einiges zum Positiven verändert“, sagt Dietmar Nitsche. Und es soll noch besser werden. Die Fraktionen im Hildesheimer Stadtrat haben eine Arbeitsgruppe Radwege gebildet, in der auch der ADFC mitwirkt. In diesem Frühjahr sollen alle Radwege im Stadtgebiet unter die Lupe genommen werden. „Ich hoffe, dass die Mängel dann Zug um Zug beseitigt werden“, sagt Nitsche.

HAZ-Redakteur & Fotos: Hans-Joachim Wünsche